Über den Standort, Algorithmen und die ehrliche Frage, die dahintersteckt.

Ich habe in Grimma ein Haus gebaut. 30 Kilometer von Leipzig entfernt. Näher an der Familie. Drei Töchter. Eine Frau. Ein Garten. Und vielleicht bis Ende des Jahres sogar Glasfaserinternet.

Und manchmal frage ich mich, ob es ein Fehler war. Nicht für mein Leben. Aber für meine Karriere.

 

 

Die unbequeme Wahrheit über Algorithmen

LinkedIn, Behance, Instagram – sie alle bevorzugen Großstädte. Wer in Hamburg, München oder Köln lebt, wird häufiger angezeigt, erhält mehr Anfragen und landet öfter bei den richtigen Ansprechpartnern.

Das ist kein Mythos. Das ist Mechanik.

Und gleichzeitig gilt: Wer glaubt, seine Stadt schütze ihn vor Konkurrenz, irrt sich. Sie konkurrieren nicht mit der Agentur um die Ecke. Sie konkurrieren mit den Besten in Tokio, São Paulo und New York. Täglich. Digital. Zeitzonenunabhängig.

Dein Wohnort schützt dich nicht. Aber er öffnet manchmal Türen, die online verschlossen bleiben. Du kannst nicht einfach mit → Tobias van Schneider in New York ein Bier trinken gehen, wenn du in Grimma wohnst.

 

 

Was mir Köln und London gegeben haben

Ich habe nicht irgendwo im Nirgendwo angefangen.

Kölner Design Akademie. Middlesex University London – Abschluss mit Auszeichnung. Anschließend Isobar, Newcastle, Strichpunkt. Große Agenturen, große Kunden, große Maschinen.

Ich war ein Rädchen im Getriebe. Manchmal ein bewusstes, manchmal ein blindes.

Aber ich habe gelernt, wie diese Maschinen funktionieren. Wie Entscheidungen getroffen werden. Wie Marken von innen aussehen, wenn keine Präsentation sie verdeckt. Und ich habe Menschen kennengelernt, die mich bis heute prägen.

Das war meine eigentliche Bildung. Nicht die Universität.

 

 

Was Grimma mir gibt

Kein Hype. Keine obligatorischen Networking-Veranstaltungen. Man muss nicht gesehen werden.

Stattdessen: Konzentration. Und die tägliche, ehrliche Frage an mich selbst – denn niemand sonst ist da, um sie zu stellen.

Ich arbeite von hier aus für Ringier, DFL Digital Sports, A Bola und Krüger. International. Remote. Mit denselben Standards, die ich in Köln gelernt habe.

Bis jetzt funktioniert es.

 

 

Die Frage, die ich mir jedenfalls stelle.

Ich hoffe, es bleibt so.

Dass ich für globale Akteure von Grimma weiterhin relevant bin. Dass die Arbeit auch ohne Konferenzauftritte oder Treffen in Agenturen für sich selbst spricht.

Das ist keine Gewissheit. Es ist eine Wette – auf Substanz statt auf Präsenz.

Und ich bin mir nicht immer sicher, ob ich gewinnen werde.

 

 

Die ehrliche Antwort

Nein – zieh nicht gleich zu Beginn in die Pampa.

Go where there’s friction. Where agencies, mistakes and demanding clients shape you. Build your foundation there – not your network. Networks fade. Craft doesn’t.

Und was, wenn das Fundament solide ist?

Man kann von überall aus arbeiten. Ob das auch für Grimma gilt, finde ich gerade heraus.

 

Mit Demut, Hingabe und Liebe gestaltet. Vom freiberuflichen Kreativdirektor Christopher Gey aus Leipzig.
Mit Demut, Hingabe und Liebe geschaffen.
Freelance Creative Director Christoph Gey (from Leipzig) sagt Hallo

Lasst uns gemeinsam etwas Sinnvolles erschaffen.

Ich liebe, was ich tue – für mich ist Design weniger Beruf und mehr Berufung. Deshalb arbeite ich genauso gerne für ambitionierte Einzelpersonen und mittelständische Unternehmen wie für Global Player. Wenn du für dein Projekt dieselbe Leidenschaft mitbringst, schreib mir gerne. Lass uns gemeinsam herausfinden, wie wir deine Vision aufs nächste Level bringen.