Zur Notwendigkeit eines strategischen Vetos.
Nicht jedes Projekt ist ein gutes Projekt. Manche sind problematisch.
In der Designwelt tun wir oft so, als sei jeder Auftrag ein Segen. Wir optimieren, wir feilen, wir liefern. Doch es gibt eine Grenze, ab der Design aufhört, eine Lösung zu sein – und anfängt, ein Komplize zu werden.
Das „Tabak-Handbuch“ der 1960er-Jahre war keine Fußnote. Es war der Beginn systematischer Desinformation. Das Prinzip: Zweifel säen. Denn wer zweifelt, entscheidet nicht. Wer nicht entscheidet, handelt nicht. Und wer nicht handelt, lässt sich manipulieren.
Das ist kein Konstruktionsfehler. Es ist Absicht. Ich habe für mich eine klare Entscheidung getroffen:
Ich arbeite nicht für Arschlöcher.
Nicht als Beleidigung, sondern als Filter. Im Designkontext ist ein „Arschloch“ ein Kunde, dessen Behauptungen und Handlungen nicht übereinstimmen. Ich teile sie in drei Typen ein:
1. Die Inkonsistenten
Sie sprechen von Wachstum – und bauen dabei auf Manipulation auf.
Ich habe mit Unternehmen zusammengearbeitet, die nach außen hin „Potenzial“ und „Entwicklung“ verkaufen. Intern war die Benutzeroberfläche jedoch darauf ausgelegt, Ängste gezielt zu verstärken: künstliche Verknappung, übertriebene Handlungsaufforderungen, psychologischer Druck.
Das ist keine Optimierung, sondern Manipulation. Wenn Ihr Produkt nur funktioniert, weil Sie Ihre Nutzer unter Druck setzen, stimmt die Grundlage nicht. Ich habe die Zusammenarbeit beendet.
2. Die Seelenlosen
Sie nennen es ein MVP – und entfernen alles, was Sinn verleiht.
Was bleibt, ist ein funktionierendes Gerüst. Aber nichts, was verbindet. Keine Haltung. Kein Gefühl. Kein Grund zurückzukehren.
Ein Produkt ohne Seele ist eine Ware.
Ich arbeite nicht an Projekten, bei denen das Design erst am Ende hinzugefügt wird. Wenn es nur um Funktionalität geht, braucht man keinen Creative Director. Wenn es aber um Relevanz geht, beginnt das Design von Anfang an.
3. Die Instrumentalisierer
Sie wollen Design als Instrument der Einflussnahme nutzen.
Ich arbeite nicht an Projekten, die darauf abzielen, die Wahrnehmung zu verzerren oder die öffentliche Meinung gezielt zu lenken. Design hat Macht. Und ich entscheide, wem ich sie gebe. Design ist kein Trick.
Gutes Design schafft Vertrauen. Schlechtes Design nutzt es aus.
Der Standpunkt
Ich optimiere keine schwachen Fundamente. Ich baue neue. Und wenn Ihr Geschäftsmodell auf Täuschung beruht, brauchen Sie keinen Designer. Sie brauchen ein anderes Geschäftsmodell. Ich entscheide selbst, wem ich meine Expertise zur Verfügung stelle.
Denn letztendlich ist Design nicht nur das, was man sieht – es ist das, wofür man steht.
Lasst uns gemeinsam etwas Sinnvolles erschaffen.
Ich liebe, was ich tue – für mich ist Design weniger Beruf und mehr Berufung. Deshalb arbeite ich genauso gerne für ambitionierte Einzelpersonen und mittelständische Unternehmen wie für Global Player. Wenn du für dein Projekt dieselbe Leidenschaft mitbringst, schreib mir gerne. Lass uns gemeinsam herausfinden, wie wir deine Vision aufs nächste Level bringen.









